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Trading lernen – Das solltest Du wissen

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Wenn wir uns mit dem Thema Traden lernen beschäftigen, stoßen wir auf allerlei Ausbildungen in Form von Seminaren, Webinaren und E-Books. Trading ist in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend populärer geworden. Nicht zuletzt durch die immer geringer werdenden Einstiegsbarrieren für Anfänger.

Immer mehr Billig-Broker strömen auf den Markt und versprechen mit oft sehr dubioser Werbung das schnelle Geld. Trading ist spannend, voller Action und vor allem einfach, wird uns suggeriert. Nur wenige Klicks und man hat Geld verdient. Mit ein klein wenig mehr Geld, so scheint es, ist dann auch die finanzielle Unabhängigkeit in greifbarer Nähe. Die Luftschlösser sind schnell gebaut.

Doch wie viel Wahrheit steckt dahinter?

Es stimmt schon, dass es uns heute wesentlich leichter als noch vor 20 Jahren fällt, an den weltweiten Finanzmärkten mitzumischen. Es ist nicht mehr nötig, seine Orders bei der Hausbank abzugeben und zwei Tage darauf zu warten, welchen Ausführungskurs man bekommt. Ein Internetzugang gehört zum Leben dazu und auch die Mindestkapitalisierung der meisten Broker ist gering. Mit wenigen hundert Euros können Depots eröffnet werden und was früher nur professionellen bzw. institutionellen Händlern vorbehalten war, kann nun auch der Geringverdiener von Nebenan. Aktien kaufen, CFDs handeln und Futures einmal um die Welt verkaufen. All das ist machbar und es gibt Möglichkeiten ohne Ende.

 Was viele jedoch vergessen ist, dass zum Trading nicht nur die Grundfertigkeiten wie die Bedienung der Broker-Plattform oder Chartsoftware gehören. Erstmal muss man sich durch den Dschungel an Finanzprodukten kämpfen und verstehen, wie sie funktionieren. Daraus kann dann eruiert werden, welches dieser Produkte zu einem passt.

Doch die eigentliche Herausforderung beginnt jetzt erst. Denn Trading basiert neben den angesprochenen Grundfertigkeiten und dem Wissen zu seinen Anlageprodukten vor allem auf einem: dem Mindset. Hiermit ist die gewohnheitsmäßige Denkweise bzw. die geistige Haltung eines Menschen zu einem Thema gemeint. Seit Jahren kursiert die Statistik, dass ca. 95% aller Trader nicht erfolgreich sind. Nicht erfolgreich bedeutet, sie erzielen keine positive Rendite. Ich denke nicht, dass es daran liegt, dass diese Mehrheit daran scheitert, mit der Handelssoftware umzugehen oder zu verstehen, wie zum Beispiel eine Option funktioniert. Der Erfolg der restlichen 5% hat also nichts mit den ersten beiden Punkten zu tun, sondern mit dem dritten.

Trading erfordert zwei grundlegende Tugenden. Diese sind Disziplin und Geduld. Wer beides nicht hat, ist an der Börse falsch. So hart es auch klingt. Man muss in der Lage sein, sich eine Strategie zu erarbeiten, die zu einem passt und diese dann auch diszipliniert durchzuziehen. Auch, wenn es mal nicht so gut läuft. Viele Fehler entstehen dadurch, dass man nicht an seinem ursprünglichen Plan festhält. Es herrscht kein System im Trading. Viele Einstiegssignale werden erkannt und diese werden oft auch leider alle gehandelt. Am besten noch in möglichst kleinen Zeiteinheiten. Entwickelt sich ein Trade dann nicht in möglichst kurzer Zeit in die gewünschte Richtung oder wird sogar ausgestoppt, wird der Anfänger schnell ungeduldig, die Positionsgrößen werden erhöht oder es wird sofort der nächste Trade geöffnet. Am Ende wird dann Bilanz gezogen: Viel Stress und wenig bis kein Ertrag. Geschieht das dann einige Tage oder Wochen hintereinander, redet sich der ungeübte Trader schnell ein, er müsse noch mehr Informationen sammeln und Fachliteratur lesen, um voran zu kommen. Weitere Bücher über technische Analyse und erweiterte Optionsstrategien werden verschlungen, neuere und noch bessere Trading Software wird gekauft und ohne viel Gefühl dafür zu haben, muss alles schnellstmöglich in der Praxis umgesetzt werden. Der Trader will sein verlorenes Kapital ja umgehend wieder verdienen. Dass er selbst einfach nur ein Problem mit seiner eigenen inneren Haltung hat, wird von ihm nicht in Erwägung gezogen. Trades brauchen Zeit, um sich zu entwickeln. Daher ist es selten ratsam, mehr als zwei konkret formulierte Strategien bzw. Systeme zu traden. Der Fokus geht verloren.

Weiterhin muss ein Grundsatz an der Börse verstanden werden: Es kann jederzeit alles passieren. Zu oft handelt ein Einsteiger mit dem Prinzip Hoffnung. Natürlich gibt es Strategien mit sehr hohen Trefferquoten. Doch nicht die fehlenden Chancen sind das Problem, sondern das mangelnde Risikomanagement. Es bringt uns nichts, wenn wir sechs, sieben oder gar acht von zehn Trades richtigliegen, aber uns die anderen die gesamte Performance zerlegen, weil wir so blauäugig waren und nicht alle Aktienbewegungen in Betracht gezogen haben. An der Börse gibt es keine 100%ige Sicherheit. Wir müssen jederzeit damit rechnen, dass eine Aktie einbricht, durch die Decke schießt oder sich schlicht nicht bewegt. Dementsprechend muss es eine klare Trading Strategie mit festen Ausstiegsszenarien geben, wenn der Trade gut und vor allem, wenn er schlecht läuft. Verluste gehören an der Börse dazu. Wer damit nicht leben kann, ist sehr weit davon entfernt, ein erfolgreicher Trader zu sein.

Solltest Du den Weg eines Traders beschreiten wollen, lass Dich von Leuten unterstützen, die ihn bereits gehen.

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